Ausbildungseinblicke

Hier geben unsere Azubis und DH-Studenten interessante Einblicke in ihren Ausbildungs- und Studienalltag.

Ausbildung bei Teva ratiopharm

Duales Studium

Ausbildung Berufskraftfahrer/in

Ausbildung Chemielaborant/in

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik

Ausbildung Industriemechaniker/in

Ausbildung Pharmakant/in

Simeon, DH-Student Wirtschaftsinformatik

Ich bin DHler! Das ist meine Antwort auf die Frage „und was studierst du?“ oder „machst du eine Ausbildung?“. Ich bin DHler – d.h. ich genieße eine betriebliche Ausbildung und ein Studium. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Verknüpfung zwischen Theorie & Praxis
  • Perspektivenvielfalt
  • Ausbildungsgehalt

Angefangen hat alles im September 2012, als ich nach einem gelungenen Vorstellungsgespräch Teil der Teva ratiopharm und Teil der DHBW Heidenheim wurde. Es war ein tolles Gefühl, einen neuen Lebensabschnitt mit einem Studentenausweis und einem Mitarbeiterausweis zu beginnen.
Zuerst startete ich mit dem Praxissemester. Durch die Einführungskurse konnten die Studenten und Azubis sich bei Teva ratiopharm schnell einleben. Der krönende Abschluss der Eingewöhnungsphase war die Seminarwoche, in der wir mit allen Azubis und Studenten aus dem ersten Lehrjahr nach Bad Hindelang gefahren sind, um dort unter anderem unsere Teamfähigkeiten zu verbessern.

Danach folgte die erste Theoriephase in der Dualen Hochschule. Das erste Hindernis bestand darin einen Parkplatz zu finden – aber kennt man sich erst mal aus, findet man Parkplätze oder Fahrgemeinschaften.
Viele Dozenten an der DH Heidenheim pflegen eher ein kollegiales Miteinander – z.B. werden wir Studenten auch mal zum Grillen in den Garten unseres Professors eingeladen. :-)

Am Ende eines jeden Theoriesemesters stehen die Klausuren an. Im Durchschnitt sechs Prüfungen in verschiedenen Fächern erfordern Lerndisziplin, Durchhaltevermögen und Stressresistenz. Schnell haben wir Lerngruppen gegründet und uns regelmäßig getroffen, einander Dinge erklärt und abgefragt, so dass wir auf die Prüfungen gut vorbereitet waren.

Im 2. Praxisteil durfte ich in verschiedene Abteilungen schauen und dort mitarbeiten. Ob Personalabteilung, Einkauf oder BI – überall habe ich interessante Einblicke bekommen und eine Menge gelernt. Faszinierend für mich war auch, an internationalen Projekten und Meetings teilzunehmen und auf Messen mitzugehen.

Das letzte halbe Jahr hatte ich 2 hintereinander geschaltete Theoriesemester. Neben Managern, IT-Sicherheitsexperten und Top- Management- Trainern, die übrigens alle unsere Dozenten sind, flogen wir eine Woche nach Barcelona auf Studienreise. Dort wurden nicht nur Museen besichtigt und der historische Hintergrund der Stadt erklärt, sondern auch das städtische (Nacht-)Leben alleine erkundet.

Die nächste Herausforderung die auf mich zukommt, wird das Auslandssemester während der Praxisphase. Ich werde dann für ca. 3 Monate ins Ausland ziehen und dort bei einer Tochtergesellschaft der Teva ratiopharm arbeiten.

Die ersten 1,5 Jahre sind schnell vergangen und ich blicke mit Spannung und Vorfreude auf die letzte Hälfte meines Studiums bei Teva ratiopharm.

Tobias, DH-Student Spedition, Transport & Logistik

Erfahrungsbericht Tobias

Croeso I Cymru – Willkommen in Wales – hieß es für mich Mitte September. Seitdem studiere ich für ein Semester an der University of South Wales Logistics and Supply Chain Management. Auch wenn hier jeder englisch spricht, ist Walisisch noch sehr präsent und prägt die Region. Meine Vorlesungen sind zum Glück aber auf Englisch.

Die Universität liegt etwa 20 Minuten von Cardiff, der Hauptstadt von Wales entfernt. Der Campus liegt an einem Hang und gleicht einer kleinen Stadt, mit Bibliothek, Pub, Convenient Store, Frisör, Buchladen, einem Club, mehreren Cafés und Imbissen. Komfortabler weise kann man hier in Wales online-Bestellungen bei großen Supermarktketten aufgeben und spart sich somit die Einkäufe den Berg hoch zutragen. Besonders lustig ist, dass man sich von der Waschmaschine im Wohnheim eine E-Mail schicken lassen kann, sobald die Wäsche fertig ist.

In den ersten Wochen wurden für die internationalen Studenten viele soziale Aktivitäten angeboten, um die neuen Kommilitonen ein bisschen besser kennenzulernen. So gab es viele Veranstaltungen, um einen Einblick in die walisische Kultur zu erhalten, aber zum Beispiel auch eine Quadtour, bei der man über Schafsweiden gefahren ist oder Bungeejumping auf dem Campus. Auch während des Semesters gibt es noch reichlich Abwechslung zum Studienalltag. Es finden regelmäßig Wettbewerbe statt, in denen sich die verschiedenen Blocks des Studentenwohnheims gegenseitig messen können. Zum Abschluss der Woche findet zudem regelmäßig ein Quiz im Uni Pub statt.

Dadurch, dass die Universität über 30000 Studenten hat, lernt man ständig neue Leute kennen. Am Anfang haben sich sämtliche Clubs und Societies vorgestellt, die verschiedenste Sportarten und Gesellschaftsaktivitäten anbieten. Ich selbst bin seitdem Mitglied bei der Tongue Swap Society, in der sich Studenten aus unterschiedlichsten Ländern treffen, um sich gegenseitig dabei zu unterstützen neue Sprachen zu lernen.

Im Sportcenter auf dem Campus kann man sich auch zu jeder Zeit sportlich betätigen. Neben einer Sporthalle habe ich bis jetzt eine Kletterwand und ein Fitnessstudio dort entdeckt. Die Universität hat ein breites Sportangebot. Besonders die Students Union bietet zahlreiche Aktivitäten für Studierende an. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Rugby hat dabei als Nationalsport in Wales definitiv eine Sonderstellung. Sobald hier ein Spiel der Nationalmannschaft ist, ist in der Innenstadt jedes Pub überfüllt. Ich hatte sogar die Chance mir das Eröffnungsspiel des Rugby World Cups im Millennium Stadium in Cardiff anzusehen.

Neben den zahlreichen sozialen Aktivitäten hat man hier auch die ein oder andere Vorlesung. Im Vergleich zur Dualen Hochschule sind es wirklich ungewohnt wenige Vorlesungen. Dafür muss man dementsprechend mehr Zeit außerhalb der Unterrichtszeit aufwenden. In den meisten Modulen sind "Hausaufgaben", in Form von Aufsätzen oder Referaten, auf denen dann die nächste Stunde aufbaut, an der Tagesordnung. Durch die geringen Kursgrößen von meist nicht mehr als 30 Studierenden, ist die Vorlesungszeit sehr interaktiv gestaltet. In einem Modul gibt es sogar überhaupt keine Vorlesungen, sondern nur individuelle Treffen mit dem Dozenten, bei denen man Hilfestellung zu dem zu erarbeitendem Thema bekommt.

Alles in allem stellt dies eine mir sehr neue Art zu lernen dar, an die ich mich erst gewöhnen musste. Zusätzlich gibt es in den Kursen immer wieder Gruppenarbeiten. Das ist besonders interessant, da an der University of South Wales Studenten aus über 120 verschiedenen Nationen studieren und man somit immer wieder neue, interkulturelle Erfahrungen sammelt. Auch mein Wohnblock ist sehr multikulturell, was den eindeutigen Vorteil hat, dass man immer mal wieder ein bisschen Abwechslung zur britischen Küche bekommt. Auch wenn für mich kein wirklicher Unterschied zwischen englischem und walisischem Essen besteht, sollte man sich vorsehen das gegenüber einem Waliser zu äußern, oder gar Wales als einen Teil Englands zu bezeichnen. Der uralte Konflikt zwischen Angelsachsen und Kelten wird hier lebendig gehalten.

In diesem Sinne Hwyl am y tro Cymru- bis bald Wales- denn die drei Monate sind wie im Flug vergangen und schon bald steht die Heimreise an.

Mehr zu unseren dualen Studiengängen erfahren Sie hier!

Susann, Chemielaborantin

Ich habe meine Ausbildung zur Chemielaborantin bei Teva ratiopharm im Juni 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Ausbildung hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich habe innerhalb der letzten drei Jahre sehr viel gelernt.

Als ich meine Zusage für die Ausbildung erhalten habe, platzte ich vor Neugier und freute mich auf eine neue Herausforderung in einem doch nicht allzu bekannten Berufsfeld. Ich wusste zwar, dass ein Chemielaborant im Labor und mit Chemikalien arbeitet, jedoch ist das nur ein Bruchteil der Tätigkeiten, die man in diesem Beruf ausübt.

In den ersten Wochen lernt man die wichtigsten Grundlagen der Chemie sowie alltägliche Handgriffe im Labor kennen. Nach und nach steigt man weiter in die Materie ein und arbeitet anschließend mit einigen Geräten, welche Analysen im Spurenbereich ermöglichen. Zwischen den Wochen im Lehrlabor gelangt man auch schon in die verschiedenen Abteilungen unserer Qualitätskontrolle, um dort den Alltag eines Laboranten kennen zu lernen und auch schon selbst mitzuarbeiten. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in die Abläufe der Untersuchungen verschiedenster Rohstoffe, Fertigprodukte oder auch Probenzüge aus der Produktion und erlernt nebenbei das richtige Dokumentieren der daraus resultierenden Analysenergebnisse. In einer weiteren Abteilung sieht man, wie die angewendeten Methoden und Vorschriften für die Qualitätskontrolle erstellt und optimiert werden.

Vor der praktischen Zwischen- und der Abschlussprüfung wird man von den Ausbildern im Lehrlabor intensiv darauf vorbereitet, um sehr gute Prüfungsergebnisse zu erzielen. Für die theoretischen Prüfungen beinhaltet die Ausbildung über alle drei Lehrjahre hinweg einen innerbetrieblichen Unterricht, in welchem man Schulthemen wiederholt oder auch schon Vorkenntnisse sammelt. Zusätzlich erhält man fachspezifischen Englischunterricht, welcher einen großen Vorteil für den Unterricht in der Berufsschule bietet. Neben dem laborspezifischen Vokabular lernt man auch frei Englisch zu sprechen, was immer wichtiger wird und mir in unserem internationalen Unternehmen sehr hilft.

Wer einen außergewöhnlichen und nicht alltäglichen Beruf ausüben möchte, Spaß an der Chemie und der Physik hat und gern Abwechslung im Beruf hat, dem kann ich den Beruf des Chemielaboranten bei Teva ratiopharm nur empfehlen. Ich bin froh die Ausbildung hier gemacht zu haben und freue mich sehr darüber, dass ich nun in der Fertigproduktkontrolle als ausgebildete Chemielaborantin tätig sein darf!